Archiv für March 2006

14 Minuten…

31.03.2006 von Stephan Uhrenbacher

Eng ist dann doch geworden… Genau 14 Minuten vor Beginn unseres kleinen Events gestern abend hatten wir endlich den Index der Textsuche auf unserer Datenbank, der Qype richtig schön schnell macht. Heute abend* Am Montag* sollen endlich alle vorregistrierten Beta-Tester ihre Zugänge erhalten und die nervige Einzelregistrierung unserer Erst-Tester mit Einzelmails hat ein Ende. Wie immer beim Launch: Viel Arbeit im Detail. * mehr Details als man denkt.
Zu gestern abend: Das Feedback war - glaube ich - positiv. Viele gute Fragen:

Wie bekommt man eine Finanzierung für so ein Projekt? - Angels. Wie bekommen wir Qype-Inhalte auf Blogs? - Über richtig cooles RSS. Wie bekommen wir Blog-Inhalte auf Qype - ähnliche wie EdgeIO? - Mal sehen, wir denken da schon lange drauf rum. Ich werde nächste Woche zu diesen Themen einiges posten. Aber erst Mal launchen.
Danke an alle die, die hier waren. Und sorry an alle, denen die Einladung zu kurzfristig war.

Näher dran: Die Zeit schreibt über Qype

30.03.2006 von Stephan Uhrenbacher

Eine meiner Hauptsorgen war in letzter Zeit: Versteht denn jemand, was wir wollen? - web 2.0, social network, local search etc. - Als ich heute die Zeit - “Näher dran, bitte” aufgeschlagen habe, fiel mir ein Stein vom Herzen. Wir sind auf einem guten Weg…

Qype kommt - bald

28.03.2006 von admin

Der Medienrummel geht weiter. Heute haben sowohl die Computerwoche als auch die FAZ über Qype berichtet. Das freut uns riesig, stecken wir derzeit doch noch mitten in der Vorbereitung unseres Beta-Launches. Beim Lesen des Artikels in der Computerwoche ist aufgefallen, dass ein falscher Eindruck entstehen könnte. Qype ist noch nicht online. Die FAZ hat es da schon etwas korrekter getroffen (”bald”) - wir werden im April online sein. Mehr aber wissen auch wir noch nicht. Entscheidend ist jetzt das Feedback, das wir in den nächsten Tagen und Wochen von unseren Testern bekommen. Bis zum offiziellen Start, bleibt daher der breiten Öffentlichkeit nur die Möglichkeit, blog.qype.com zu lesen oder aber sich zum Beta-Test unter www.qype.de anzumelden.

Ergänzung vom 29. März: Die Computerwoche hat die falsche Zeitangabe mittlerweile korrigiert. gruß, m.p.

Warum wir nur Testzugänge verteilen…

24.03.2006 von Stephan Uhrenbacher

… Und auch das nur schrittweise :

Für die Entwicklung von Websites glauben wir an stark iteratives Vorgehen: 1. Bauen, 2. zuhören, 3. verbessern (Klingt auf Englisch noch besser: Build, listen, improve). Man braucht keine große Marktforschung: Wir konzipieren und bauen etwas. Dann lassen wir eine Handvoll Leute draufschauen. Dadurch bekommen wir genug Hinweise für Verbesserungen, um weiter zu machen. Dann geben wir es den nächsten paar Leuten zum Ausprobieren und so weiter.

Vorteil: Die gröbsten Schnitzer sind raus, bevor wir eine große Anzahl von hilfsbereiten Testern ermüden.

Übrigens: Wer zum Thema „Web Usability Testing“ mehr Hintergrund haben möchte, der sollte unbedingt das Buch „Don’t make me think“ von Steve Krug lesen. Der Name ist Programm. Es geht hier nicht um Augenkameras und so weiter. Man setzt sich einfach neben die Testpersonen und ermutigt sie, ihre Gedanken laut zu sagen.

Vorhang auf: Preview am Donnerstag 30.März 2006

24.03.2006 von Stephan Uhrenbacher

In den nächsten Tagen geht Qype Schritt für Schritt online. Aktuell erhalten die ersten Beta-Nutzer schrittweise ihre Test-Zugänge.
In Qype stecken die Gene einer lokalen Suche, eines Stadtmagazins, eines Freundschaftsnetzwerkes und von Wikis.
Was macht man, wenn man etwas startet, von dem man glaubt, dass es so neu ist, daß seine Tragweite am Anfang nur wenige verstehen? Man stellt es genau denjenigen vor, von denen man sicher ist, daß sie es verstehen.

Deshalb werden wir am Donnerstag, den 30. März ab 18.00 Uhr in Hamburg einige Leute zur Preview einladen. Wir wollen dabei sowohl den aktuellen Stand zeigen, als auch gerne über Strategie, Sinn & Unsinn von Web 2.0 sprechen.
Wer gerne dabei sein möchte, melde sich bei Mark Pohlmann (mpohlmannatsinnerschraderde).

Verlage und Internet…

24.03.2006 von Stephan Uhrenbacher

International kaufen die großen Medienunternehmen (siehe Murdoch und myspace.com aber auch NBC und andere) massiv im Internet zu. Denn das traditionelle Geschäft ist in vielen Bereichen gefährdet. Zeitungen verlieren seit 10 Jahren ihr Anzeigengeschäft ans Web, das Fernsehen verliert das Zeitbudget der qualifizierten Zuschauer ebenfalls ans Web.
In Deutschland sind die Reaktionen unterschiedlich: Burda hat mit dem Digital Lifestyle Day und damit dass sie mit Heiko Hebig einen der bekanntesten Blogger nach München geholt haben, bewiesen dass sie ganz nah an der Szene dran sind. Holtzbrinck verkauft einerseits die Berliner Zeitung und beteiligt sich in aller Ruhe an Meinestadt.de, gliedert diese aber nicht in die Beteiligunggesellschaft Holtzbrinck Networx, über die sie u.a. an Parship beteiligt sind, sondern gleich in die Holding ins Kerngeschäft ein. Auch bei Bertelsmann wird das Thema Internet langsam wieder salonfähig, schreibt das Handelsblatt letzte Woche in einem Beitrag über Lycos. Beim Verlags-Internet-Marktführer der 90er Gruner+Jahr wird dem Vernehmen nach noch nach der Umsetzung einer neuen Internet-Strategie gebastelt.
Mein Leib und Magenmagazin Economist schreibt (paid content) denn auch am 16.3.06: Perhaps the most promising change is that executives at all levels are fully aware that succeeding online means personal reward. As one manager explains: “In 2002 it was career death to be involved with the internet, now it’s a career priority.”

Lampenfieber…

24.03.2006 von Stephan Uhrenbacher

Als wir im Januar die erste Version von Qype getestet haben, wurde mir der Link zum Beitrag Don’t blow your beta auf Techcrunch gleich von drei verschiedenen wohlmeinenden Leuten weitergeleitet. (Danke!). Extrem lesenswert. Zusammengefasst: Wenn Du jemandem eine Beta-Version zeigst, dann muss die richtig gut sein. Du hast nur eine Chance und der erste Eindruck zählt.

Nach dem ersten Feedback aus dem Freundeskreis sind wir mittlerweile sicherer, dass wir auf dem richtigen Weg sind.und dass uns die Beta Version nicht um die Ohren fliegen wird. Mal sehen.

Aber trotzdem: Das Lampenfieber ist gewaltig: Was wird die geneigte Fachwelt sagen? Und viel wichtiger: Wird sich der Laie wundern? Oder verstehen, was wir da machen?

Lead Awards, Plazes und OpenBCs…

19.03.2006 von Stephan Uhrenbacher

Zu meiner großen Überraschung ist der erste Platz der Leadawards nun an den deutschen Ableger von Wikipedia gegangen und nicht an Plazes (nun Platz 3) oder OpenBC (Platz 2) die das beide verdient hätten. Denn erstens ist Wikipedia in seinen Grundzügen nun nicht wirklich in Deutschland entstanden. Aber wichtiger: 2006 haben wir doch schon gelernt, dass man auch Menschen verbinden kann, während sie ein gemeinsames Thema bearbeiten. Das macht Wikipedia (die ich grundsätzlich fantastisch finde) noch nicht, Plazes und OpenBC schon.

Disclaimer: Das ist natürlich alles sehr persönlich und sehr biased. Und wir kennen uns natürlich. Wir sitzen ein Stockwerk über OpenBC und kriegen deren Wachstum physisch mit. Und Stefan und Felix von Plazes waren kürzlich hier und sind einfach wirklich cool. Stefan(Plazes): “Toll, wir haben uns auch gleich so eine Jura ins Büro gestellt.” Stephan(Qype) “Ja, wir haben unsere günstig aus einer Insolvenz.” Stefan(Plazes): “Mmh. Bad Karma.”

Plazes meets Qype for the second time

“Are you fast?”…

17.03.2006 von Stephan Uhrenbacher

Dies ist eine Stellenanzeige

“Are you fast” - Das war die Frage, die Super-Gründerin Martha Lane Fox von lastminute.com jedem Bewerber in jedem Interview gestellt hat. Nach wie vor eine der besten Möglichkeiten, um rauszufinden, ob jemand zu uns passt. Gefolgt von: “Can you execute?”. Also: Ja, wir brauchen jetzt und in nächster Zeit schrittweise mehr Unterstützung für Qype.

Wir suchen auch heute noch (Stand 30. Mai 2006) eine/n Traffic Manager /in oder Online Marketing Manager, d.h. auch jemand, der / die weiß, wie das geht.
Mitbringen sollten alle, die bei Qype mitmachen wollen: Gut denken, machen und kommunizieren können. Internet-Erfahrung. Darf auch bei kleinen Websites gewesen sein. Selber treiben und nicht getrieben werden müssen. Engagiert. Smart. Willen etwas zu bewegen. Willen zu lernen. Flexibilität, d.h. Umdenken können, wenn unvorhergesehenes passiert. Startup-Kultur nicht notgedrungen akzeptieren sondern richtig gut finden.
You will find us.

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Warum darf man wieder Startup sagen?

17.03.2006 von Stephan Uhrenbacher

Mir ist während der Berichterstattung über uns aufgefallen: Während “dot.com” zu Recht ein echtes Schimpfwort geblieben ist, ist es wieder in Ordnung, “Startup” zu sagen. Wir haben bewußt Startup Atmosphäre gewählt. Und nachdem mich nun einige Leute auf das Thema “Startup” angesprochen haben, hier mal, warum wir gerne Startup sind.

1. Design
Corporate:
“Wir beauftragen mal eine Agentur, die setzen das um”.
Startup: Einen Meter entfernt von mir steht Benjamin an seinem Pult und macht die Grafik live in HTML. Nicht auf Papier, das irgendwann jemand “freigeben” muss. Wenn er fertig ist, zeigt er es rum, und wenn wir es gut finden, checkt er es ein und es ist live.

2. Entwicklung
Corporate: “Wenn Sie einen Change-Request machen, dann geben wir das ins Projektmanagement”.
Startup:
Zwei Meter entfernt sitzen Tammo, Frank, Jochen und Thorsten und entwickeln. Wir brauchen dazu keine Change-Requests, sondern arbeiten mit Karten, die an der Wand hängen und abgehakt werden. Wenn jemand etwas nicht versteht, dann fragt er.

3. Konzept
Corporate:
Kunde konzipiert, Technik setzt um.
Startup: Techniker konzipieren auch.

4. Schwierige Entscheidungen
Corporate
: “Da müssen wir den Vorstand fragen”
Startup: Als im Januar Qype 1.0 fertig war und bei meinen Freunden nicht gut ankam, haben wir alles geändert: Das Konzept, die Grafik, die Technik. Innerhalb von 2 Tagen.

5. Büro
Corporate: 45 m2 für den middle-Manager plus Assistentin
Dotcom: 45 m2 für den Eingang zum Alu-Konferenzraum, der im 3 Stock schwebt
Startup: 45 m2 für 8 Leute

6. Kaffeemachine:
Corporate:
Automat mit dünner Plörre
DotCom: Jura, neu
Startup: Jura aus Involvenzverkauf

7. Geschäftführergehalt
Corporate:
x tausend Euro
Startup:
X durch 4 tausend Euro

8. Risiko:
Corporate: “Das hat noch keiner vorher gemacht - Wer hält den Kopf dafür hin, wenn es schief läuft? ”
Startup: “Das hat noch keiner vorher gemacht! SUPER!