Warum darf man wieder Startup sagen?
17.03.2006 von Stephan UhrenbacherMir ist während der Berichterstattung über uns aufgefallen: Während “dot.com” zu Recht ein echtes Schimpfwort geblieben ist, ist es wieder in Ordnung, “Startup” zu sagen. Wir haben bewußt Startup Atmosphäre gewählt. Und nachdem mich nun einige Leute auf das Thema “Startup” angesprochen haben, hier mal, warum wir gerne Startup sind.
1. Design
Corporate: “Wir beauftragen mal eine Agentur, die setzen das um”.
Startup: Einen Meter entfernt von mir steht Benjamin an seinem Pult und macht die Grafik live in HTML. Nicht auf Papier, das irgendwann jemand “freigeben” muss. Wenn er fertig ist, zeigt er es rum, und wenn wir es gut finden, checkt er es ein und es ist live.
2. Entwicklung
Corporate: “Wenn Sie einen Change-Request machen, dann geben wir das ins Projektmanagement”.
Startup: Zwei Meter entfernt sitzen Tammo, Frank, Jochen und Thorsten und entwickeln. Wir brauchen dazu keine Change-Requests, sondern arbeiten mit Karten, die an der Wand hängen und abgehakt werden. Wenn jemand etwas nicht versteht, dann fragt er.
3. Konzept
Corporate: Kunde konzipiert, Technik setzt um.
Startup: Techniker konzipieren auch.
4. Schwierige Entscheidungen
Corporate: “Da müssen wir den Vorstand fragen”
Startup: Als im Januar Qype 1.0 fertig war und bei meinen Freunden nicht gut ankam, haben wir alles geändert: Das Konzept, die Grafik, die Technik. Innerhalb von 2 Tagen.
5. Büro
Corporate: 45 m2 für den middle-Manager plus Assistentin
Dotcom: 45 m2 für den Eingang zum Alu-Konferenzraum, der im 3 Stock schwebt
Startup: 45 m2 für 8 Leute
6. Kaffeemachine:
Corporate: Automat mit dünner Plörre
DotCom: Jura, neu
Startup: Jura aus Involvenzverkauf
7. Geschäftführergehalt
Corporate: x tausend Euro
Startup: X durch 4 tausend Euro
8. Risiko:
Corporate: “Das hat noch keiner vorher gemacht - Wer hält den Kopf dafür hin, wenn es schief läuft? ”
Startup: “Das hat noch keiner vorher gemacht! SUPER!

19. March 2006 um 15:37
Wunderbar, sehr schön auf den Punkt gebracht.
Spannend wird es auf dem Weg von der Insolvenz-Jura zum Kaffee-Automaten. Wann wie wachsen, mit wem - und warum?
Alles Gute auf dem Weg!
20. March 2006 um 10:25
[...] Stephan von QYPE hat was Nettes auf QYPE*Vibes geposted, auf das man als Unternehmensgründer direkt verlinken sollte. Die Frage die dort gestellt und beantwortet wurde: Warum darf man wieder Startup sagen? [...]
25. May 2006 um 9:05
[...] Startup Abgelegt in Dies und das Bei qype.com schreibt jemand, warum man wieder “Startup” sein darf, ganz im Gegensatz zu “dot com”. Ich bin auf die Seite gekommen, weil es scheinbar die Firma ist, bei der der Teemow jetzt arbeitet. [...]
16. September 2006 um 17:18
[...] - web2.0: da bin ich immer noch auf der Suche nach einer guten Erklärung. Meistens wird versucht zu erklären, dass web2.0 eine Veränderung im Verhalten der Nutzer und der zugrunde liegenden Technologien ist. Beim Verhalten wird meist von sozialen - sich selbst verbessernden und regulierenden - Netzwerken besprochen und bei Techologie redet jeder von ADSL2 und Ajax. Vieles ist besser als früher und erfolgreiche Websites enthalten diverse MashUps. (so genug des Buzzword-Bingos) Hier ein paar Links zum Thema: [...]
6. October 2006 um 0:56
[...] In sharp contract Stephan’s blog boasts about how tight his company is with money and the website Alarm:Clock notices that there is a new frugality to be found amongst European entrepreneurs. [note: They also have an English translation of Stephan’s German blog] “We’re noticing that European startup founders like to show off their frugality. The leaner the startup machine, the bigger the bragging rights.” [...]
7. November 2006 um 16:09
[...] Heute musste ich beim Kaffee machen (ja, den machen wir selbst und es kommt noch schlimmer) darüber nachdenken, ob wir den wirklich ein richtiges Startup sind. Warum? Mir fiel da nämlich mir ein netter Blogbeitrag von QypeVipes ein. Der ist zwar schon etwas älter aber trotzdem passend. Es geht um den Vergleich von “gesetzten” Unternehmen, den DotComs und Startups. Ein Vergleich wird anhand der Kaffeemaschine gezogen: [...]
3. May 2007 um 13:15
[...] und zusammenbruch am neuen markt. anscheinend erlebt die new economy mit einigen interessanten startups eine neue hochphase. mich würde nur brennend interessieren, wie sie mit ihrer anwendung wirklich [...]