Verlage und Internet…

24.03.2006 von Stephan Uhrenbacher

International kaufen die großen Medienunternehmen (siehe Murdoch und myspace.com aber auch NBC und andere) massiv im Internet zu. Denn das traditionelle Geschäft ist in vielen Bereichen gefährdet. Zeitungen verlieren seit 10 Jahren ihr Anzeigengeschäft ans Web, das Fernsehen verliert das Zeitbudget der qualifizierten Zuschauer ebenfalls ans Web.
In Deutschland sind die Reaktionen unterschiedlich: Burda hat mit dem Digital Lifestyle Day und damit dass sie mit Heiko Hebig einen der bekanntesten Blogger nach München geholt haben, bewiesen dass sie ganz nah an der Szene dran sind. Holtzbrinck verkauft einerseits die Berliner Zeitung und beteiligt sich in aller Ruhe an Meinestadt.de, gliedert diese aber nicht in die Beteiligunggesellschaft Holtzbrinck Networx, über die sie u.a. an Parship beteiligt sind, sondern gleich in die Holding ins Kerngeschäft ein. Auch bei Bertelsmann wird das Thema Internet langsam wieder salonfähig, schreibt das Handelsblatt letzte Woche in einem Beitrag über Lycos. Beim Verlags-Internet-Marktführer der 90er Gruner+Jahr wird dem Vernehmen nach noch nach der Umsetzung einer neuen Internet-Strategie gebastelt.
Mein Leib und Magenmagazin Economist schreibt (paid content) denn auch am 16.3.06: Perhaps the most promising change is that executives at all levels are fully aware that succeeding online means personal reward. As one manager explains: “In 2002 it was career death to be involved with the internet, now it’s a career priority.”

2 Kommentare zu “Verlage und Internet…”

  1. uli sagt:

    “Verlags-Internet-Marktführer der 90er Gruner+Jahr”… ;)

    Bleibt die Frage, was der ASV machen wird, nachdem Herr Döpfner schon korrekterweise Google als Konkurrenten erkannt hat.

  2. jahting sagt:

    Der Content im Economist ist frei, genau wie der Artikel über das Open-source business http://www.economist.com/displaystory.cfm?story_id=5624944 in der selben Ausgabe.

    (Danke für den Hinweis, Stephan)

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