Was kann man von idealo lernen?

28.07.2006 von Stephan Uhrenbacher

Gerade wurde idealo von Martin Sinner an Springer verkauft. Ein eleganter Deal, denn bei den Gründern bleibt eine Sperr-Minorität.
Ob der Deal für Springer so toll ist, sei dahingestellt, denn das Kapital von idealo ist das Know How in der Produktdatenbank und der Suchmaschinenoptimierung.
Aber zumindest investiert Springer kein Geld in eine aufgebaute Marke, denn im Gegensatz zu guenstiger.de ist idealo weitgehend unbekannt und dem kann Bildealo ja schnell abhelfen.

Martin ist einer derjenigen, die in der Ursprungsblase viel verkauft und dann massiv auf die Mütze bekommen haben.
Wir sind nicht befreundet, aber ich habe riesigen Respekt vor Martin. Ich habe ihn 2001 kennen gelernt. Damals hat er fast alles selber gemacht.
Er kennt jeden Händler und jedes Detail bei Google. Und er hat Ausdauer. Kosten im Griff, programmiert schon immer in Rumänien.
So um die sechs Jahre Arbeit stecken in Idealo.
Und idealo hat im Wettbewerb mit vielen großen (Kelkoo, Pangora) lange durchgehalten. Der Zeitpunkt des Verkaufs scheint nachvollziehbar.
Chapeau. Für mich ist das eine sehr reelle Story.
Sie steht im krassen Gegensatz zur Web 2.0 Hoffnung vieler.
Die lautet: Wir arbeiten drei Monate auf eigene Rechnung und verkaufen das Ganze dann für 10 Millionen an Google.
Es mag Beispiele geben, bei denen das klappt. Aber die Realität ist doch in der Regel lange und echte Arbeit.

einen Kommentar zu “Was kann man von idealo lernen?”

  1. Jens sagt:

    chapeau, guter zeitpunkt zum verkauf…
    cheers aus Bangkok,
    Jens

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