Verschätzt…
31.07.2007 von Stephan Uhrenbacherhatte ich mich letztes Jahr mit meiner Prognose, dass die Web 2.0 Bubble bald platzt. Aber die Anzeichen häufen sich.
Erstens: Siehe Thomas Knüwer, dem die viele Dumm-Dreist-PR auffällt.
Zweitens: Die (für uns selbstverständlich nicht zutreffende) aber in ihrer Gesamtsicht durchaus nicht unrichtige Marktbetrachtung von Robert Basic, der feststellt, dass von dem ganzen Startup-Rummel nicht so viel bleibt.
Drittens: Sogar ich bin mittlerweile müde, die Anzahl der Neu-Startups noch zu verfolgen. Sorry, Jungs. Es gibt sicher viele gute Teams, aber es ist einfach zu viel.
Viertens glaube ich ganz sicher, dass die aktuelle Ernüchertung an den Kapitalmärkten (Kredit-Refinanzierung, Private Equity, Aktien) sich auch auf die Internet-Finanzierung durchschlagen wird. Wir werden sehen.
Warum ich trotzdem ruhig schlafen kann?
Weil ich vom nachhaltigen Sinn unseres Tuns überzeugt bin. Qype macht Sinn. Es war im Nachhinein richtig, stark auf die mühsahme, kleine Nische “Content” zu setzen. Beiträge, nicht Chat. Signal vor Noise. Nicht weil es das bessere Modell ist. Aber das andere Modell (reines Social Networking) ist einfach von zu vielen besetzt. Und das exzellent.
Wir sind zwar noch nicht profitabel. Aber wir haben stetig wachsende Umsätze und sind gut finanziert bis dahin.
Übrigens: Fehler machen wir genug. Erzähle ich auch gerne mal. Demnächst.
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