“Virtuelle Plätze” - Lokales Blog auf Qype
6.12.2007 von Stephan UhrenbacherHeute habe ich mal wieder eine kleine Lektion in Sachen Community Management bekommen. Hintergrund ist ein alter Disput:
Gedacht ist Qype eigentlich dazu, sich über die guten und weniger guten Dinge einer Stadt auszutauschen.
Hierfür betreiben wir einen erheblichen Aufwand, beitreiben eine “lokale Suche” und haben eine mobile Website aufgebaut, mit der man ganz schnell das beste Restaurant um die Ecke oder auch nur die nächste Bäckerei finden kann.
Jetzt gibt es seit jeher Qyper, die wunderschöne Beiträge auf Qype veröffentlichen, die dem Informationssuchenden aber nicht wirklich weiter helfen. Hierzu werden “Plätze” angelegt, die es gar nicht gibt, anhand derer dann Erlebnisse oder Eindrücke geschildet werden. Man nehme zum Beispiel den Ort Ense, in dem sich viele Qyper eher als Lokal-Blogger betätigen.
Zwischen beiden Gruppen tobt ein leichter Konflikt, da die Interessen völlig unterschiedlich liegen.
Wir versuchen grundsätzlich, möglichst vielen Interessen gerecht zu werden und hatten dann die Gruppen-Funktion gebaut. Gruppen dienen der Diskussion und werden teilweise genutzt, um bestimmte Themen abzuhandeln. Es wurden mittlerweile 280 Gruppen gestartet, oft wird kurz diskutiert, wenn das Thema abgehandelt ist, werden die Gruppen geschlossen.
Gleichzeitig haben wir die Kategorien (von Essen- und Trinken bis Sport) eingeführt, und dabei auch eine Kategorie “virtuelle Plätze” eingeführt. Die Idee war einfach: alle Beiträge zu “Plätzen”, die nirgends reinpassen, kommen zu den “virtuellen Plätzen”. Die virtuellen Plätze werden dann in einigen Suchfunktionen ausgeblendet, tauchen aber sowohl beim Nutzer, als auch im entsprechenden Ort, indem sie angelegt wurden, wieder auf.
So weit, so gut. Leider sind uns aber in den Wochen der Umsetzung zwei Fehler passiert:
- Erstens haben wir auch für die “virtuellen Plätze” Kritieren aufgestellt,was da rein darf. Das war ein Fehler. Ab sofort gilt: Alles, was nicht gegen die üblichen Nutzungsbedingungen verstösst, also nicht anstößig, beleidigend, etc ist, darf natürlich unter “virtuelle Plätze” veröffentlicht werden.
- Zweitens wurden die “virtuellen Plätze” noch nicht richtig in das gesamte Navigationskonzept integriert. Diesen Fehler werden wir in den nächsten Wochen beseitigen. Vorläufig sind sie in jedem Fall über die Seite des Nutzers sichtbar.
Vor allem der erste Fehler ist sehr bedauerlich, denn unser Community Management hat tatsächlich vollkommen korrekt handelnd einige Beiträge gelöscht, die nicht diesen Kriterien entsprachen. Dafür möchten wir uns und ich mich entschuldigen. Leider hat es zu lange gedauert, bis wir uns alle intern über das eigentliche Problem verständigt hatten. Selbstverständlich werden die Beiträge jetzt wieder online gestellt.
Tags: qype-blog
6. December 2007 um 16:58
Nach dem vorherigen Blog-Post “Was bei Qype so los ist…” eine gute Reaktion auf was wirklich grad bei Qype so los ist, nur auf der anderen Seite der Schirme … :)
6. December 2007 um 17:03
Da haben wir sie mal wieder, die Dualitaet: Qype als Team in Hamburg und Qype als community. Demnaechst muss ich noch schreiben: “was in der Firma so los ist”
6. December 2007 um 17:14
Für mich sind die Nutzungsbedingungen klar und deutlich nachzulesen, und ich persönlich nehme die dort formulierten Bedingungen für Beiträge sehr ernst, auch wenn sie mir nicht immer einleuchten.
Mir ist nicht klar, was der kleine, aber möglicherweise wichtige Zusatz “üblich” bedeutet. Heißt es, dass ich ab sofort über jeden einzelnen meiner Gedanken einen Beitrag als virtuellen Platz hinterlassen könnte?
Ich finde, um solche Beiträge zu schreiben, welche sich nicht auf reale Plätze beziehen, sind die Gruppen prinzipiell schon geeignet, nur leider besteht kaum eine Verbindung zwischen Plätzen und Gruppen. Ich könnte mir vorstellen, dass eine der bereits angedeuteten Verbesserungen damit zu tun haben könnte, ohne damit irgendwelche Gerüchte lostreten zu wollen.
6. December 2007 um 17:46
Herr Dr. Matthias O. Will,
-Alles, was nicht gegen die üblichen Nutzungsbedingungen verstösst, also nicht anstößig, beleidigend, etc ist, darf natürlich unter “virtuelle Plätze” veröffentlicht werden.-
so steht es dort oben.
man kann auch etwas zerreden oder “zerschreiben”.
Manchmal ist es gut, einfach nicht auf alles seinen Senf dazu zu geben und sich nur daran zu freuen, dass bei Qype auch schöne Gedanken einen virtuellen Platz finden.
6. December 2007 um 18:13
Die Nutzungsbedingungen mit den Regeln für Beiträge (http://www.qype.com/home/faq_chapter_three#Rulz) divergieren schon länger zu den tatsächlich angewandten und nunmehr öffentlich veränderten Regeln.
Das führt nun mal zu Missverständnissen …
6. December 2007 um 22:28
Darauf habe ich schon lange gewartet - eine gute Lösung, mit der alle leben können sollten. Ich freue mich jedenfalls sehr darüber.
Auch wenn ich immer versuche, mich bewegende Themen mit einem Ort zu verknüpfen, lese ich auch die “unverortbaren” Beiträge in der Regel gern und häufig. Unser “Reim-Marathon” bei Lucies “Beitrag zum Beitrag schreiben” hat mir sogar besonders viel bedeutet, obwohl er allen Qype-Regeln widersprach. Es kamen so viele gute Gedanken und gleichzeitig so viel Unsinn von so vielen Qypern zusammen - es war ein richtig lustiges Schreib-Fest. Dann war es vorbei - und es war gut.
Dank Dir Stephan für Deine ausgleichende Vernunft und Deine deeskalierenden Kommentare. Ich bin jetzt sehr gespannt, wie sich die Kategorie der virtuellen Plätze entwickelt.
Herzliche Grüße nach Hamburg - meme
7. December 2007 um 6:55
Wäre schön, wenn es mein “Dorf” dann auch noch gäbe.
Auch wenn ich aus persönlichen Gründen keine Adresse angegeben habe, ist dieses Dorf dennoch real.
Ansonsten machen gerade einige dieser persönlichen Beiträge Qype erst richtig lesenswert für mich. Qype soll sich doch aus den anderen Foren herausheben und etwas Besonderes sein.
Also einfach ein bischen mehr Mut.
7. December 2007 um 10:00
Ich stimme dem zu, dass die persönlichen Beiträge den Charme von Qype ausmachen. Besonders gefallen mir die Beiträge zur realen Orten, welche dann eigene Gedanken entwickeln - die haben zwar nicht unbedingt immer nur direkt etwas mit dem Ort zu tun, sondern auch mit den gedanklichen Assoziationen des Autors. Kleiner Tipp unter Freunden: dann kann man eigentlich über fast alles schreiben und muss nicht unbedingt einen virtuellen Ort anlegen, der nicht besucht werden kann. So kann man auch an realen Orten dichten - warum auch nicht?
7. December 2007 um 10:42
Unabhängig von alledem hat doch dieser aktuelle Fall noch ein weiteres Manko offenbart: Qype bietet seinen Usern keine einfache Möglichkeit, sich abzumelden. Neueinsteiger können sich schnell und unkompliziert eine neue Qype-Identität zulegen, aber wer es sich dann anders überlegt und die Zusammenarbeit einstellen möchte, muß den Weg über die Mail ans Team gehen.
Hier muß Qype nachbessern. Der Abmeldebutton ist ein wichtiges Feature. Die Mitarbeit der User ist freiwillig, die Trennung sollte nicht schwerer als die Anmeldung sein!
7. December 2007 um 10:56
@Sancho - Soweit ich weiss, ist mit der endgültigen Abmeldung auch die Löschung aller Beiträge und sonstiger Daten verbunden.
Da bin ich ganz dankbar, wenn nicht irgendein Scriptkiddie unter Ausnutzung eventuell schwacher Passworte oder anderer Lücken die Qype Population und Beitragsdichte in Kürze substantiell reduzieren kann.
7. December 2007 um 11:02
Es sollte einen Abmeldebutton geben mit der Option, eigene Beiträge mit zu löschen (falls der Nutzer das so möchte). Wenn dieser aktiviert wird, könnte die Nutzerkennung zunächst anonymisiert werden, parallel dazu eine Mail ans Qype-Team gehen, welches dann je nach Anfrage entweder den Nutzer oder Nutzer und Beiträge löscht.
Falls die Beiträge nicht mit gelöscht werden sollen, müsste dann geklärt werden, wie diese zugeordnet werden, wenn der Nutzer nicht mehr existiert. Vielleicht einem “Anonymus”, welcher dafür eingerichtet wird?
7. December 2007 um 11:08
@telakin: Das ist natürlich immer ein Problem. Aber sollen wir das Leben für den normalen User schwerer gestalten, nur weil wir Angst vor theoretisch möglichen Mißbrauch haben?
Sieh das mal so: ein Scriptkiddie könnte, wenn er denn an meine Daten gelänge, mühelos in Nullkommanichts sämtliche Beiträge, Kommentare und Bilder von mir löschen - das könnte sogar ich programmieren. Aber ein Benutzer, der sich aus welchen Gründen auch immer abmelden will, der muß das alles per Hand erledigen, weil es diesen Button nicht gibt. So ein Fall ist mir aus den letzen Wochen bekannt.
Außerdem, wer sagt denn, daß das so bleiben muß? Aus http://wer-weiss-was.de, der benachbarten Community, aus der ich zu Qype kam, kenne ich das anders: meldet sich ein Benutzer ab, bleiben seine Beiträge enthalten, nur können sie keiner Mailadresse zugeordnet werden. Ich finde die Lösung tragbar, und sie besteht dort seit immerhin 10 Jahren.
7. December 2007 um 12:20
Ich glaube nicht, dass jemand, der sich abmelden will, da einzelne Beiträge anpacken muss:
http://www.qype.com/home/faq_chapter_two#CancelMembership
Qype Mitgliedschaft beenden
Um Deine Mitgliedschaft zu beenden, musst Du eine E-Mail mit dem Betreff „Mitgliedschaft beenden“ an feedback@qype.com schicken. Zur Authentifizierung solltest Du diese E-Mail von der E-Mail-Adresse schicken, mit der Du Dich bei uns angemeldet hast. Wir entfernen dann Profil und Beiträge.
Auch nicht viel mehr Arbeit, als ein Button, oder?
7. December 2007 um 12:28
Sehr schön. Unschön allerdings, daß man das in einer FAQ suchen muß. Der Qyper, von dem ich oben sprach, wußte das anscheinend nicht, und ich selbst suchte in dem Zusammenhang auch danach vergebens.
7. December 2007 um 12:28
Und wer alles stehen lassen und auch selbst nicht mehr rankommen will - Passwort auf eine Zufallsreihenfolge ändern und Email auf eine Wegwerfadresse wie bei http://spamgourmet.com ändern, fertig.
Und wer weiß, vielleicht hilft sogar beim einfachen Sperren das Team - einfach freundlich fragen.
7. December 2007 um 12:32
> Unschön allerdings, daß man das in einer FAQ suchen muß.
Das finde ich köstlich - Qype ist Schuld, weil ich nicht die Hilfe finde und nutze, die auf JEDER Qype Seite unten verlinkt ist.
Oder den daneben befindlichen Feedback Button, bzw. die Rückfrage Adresse, die in JEDER Mail von Qype steht (info@qype.com).
7. December 2007 um 12:34
telakin, Du und ich, wir kommen sicher mit einer beliebigen Weboberfläche klar. Mir geht es darum, daß es in meinen Augen unfein ist, dem User eine Mehrarbeit zuzumuten für Dinge, die sein Selbstbestimmungsrecht betreffen.
Das Team fragen, das mache ich oft und gern, und ich weiß, sie helfen gern. Es geht aber darum, die Möglichkeit zu haben, Dinge selbst zu tun, ohne das Team fragen zu müssen.
Vielleicht kommt mein Anliegen jetzt rüber?
7. December 2007 um 12:38
Ich wollte dazu eigentlich nichts sagen, weil das Thema ja nicht wirklich zum Blogeintrag gehört:
Wir haben eine wirklich massiv unkomplizierte Lösung zum Abmelden gefunden. Email an Support. Und dann löschen wir auch die Beiträge, weil wir - anders als das von mir hoch geschätzte wer-weiss-was davon ausgehen, dass Beiträge immer im Zusammenhang mit einem Nutzerprofil stehen sollten. Wer nicht will, dass die Beiträge gelöscht werden muss sich ja auch nicht dediziert abmelden, sondern hört einfach auf.
Das funktioniert ganz hervorragend und die Fallzahl der Abmeldungen ist dermassen gering, dass es sich einfach nicht lohnt, dafür noch einen Prozess und einen Button zu definieren. Im übrigen: habt Ihr mal versucht, Euch bei Web.de oder gmx abzumelden? Das geht nur per Brief und auch da haben die bei mir nicht reagiert.
7. December 2007 um 12:47
@Stephan: Sorry fürs Verwässern!
OK, das ist eine eindeutige Aussage, die muß ich akzeptieren, wenn auch ich anderer Meinung bin. Der Vergleich mit GMX und web.de ist vielleicht taktisch nicht allzu klug, stehen sie doch genau deswegen öffentlich in der Kritik :)
7. December 2007 um 17:24
Ich plädiere dafür, dass Qype auf der “Über mich”-Seite jedem Qyper einen Platz einräumt, auf der sie/er sich selbst darstellen kann, wenn sie/er es möchte. Dann müssen sich natürliche Personen nicht länger selbst als “Platz” (der sie definitiv nicht sind, sie sind auch kein “virtueller Platz”) eintragen und können trotzdem alles über sich sagen, was sie sagen möchten (als Freitext und weit über das jetzige “mein Lieblingsbuch”, “meine Lieblingsmusik” hinausgehend).
15. December 2007 um 17:45
Abgesehen von der zweifelhaften Definition von “Virtueller Platz” - sofern es eine solche überhaupt gibt, würde ich sie gern dezidiert erklärt bekommen:
So, wie die Rubrik jetzt gehandhabt wird, öffnet sie Schabernack Tor und Tür!
Oder will mir jemand allen Ernstes erzählen, dass z. B. die “Adresse” eines mutmaßlich gebärfähigen Planeten, dort als “Mutter Erde” bezeichnet, eine Postanschrift eines Qype-Mitgliedes sei. Wieso hat ein Planet eine Adresse auf sich selbst und wozu?
Was wird passieren, wenn ich versuche, diesem Planeten eine Postkarte zu schicken? An genau diese Anschrift?
Ganz abgesehen von der Tatsache, dass Planeten nicht lesen können, können Planeten auch nicht wohnen, was aber die Zuordnung zu dieser Adresse durch Qype bzw. eines seiner Mitglieder impliziert.
Wie vertrauenswürdig bleibt Qype aber mit einer solchen Unzuverlässigkeit von Adressen?
15. December 2007 um 21:09
Da bin ich ja nicht der Einzige, der skeptisch ist, was virtuelle Plätze angeht. Aber das fällt dann wieder unter das Thema Qualitätskontrolle, und da schweige ich lieber fein still, bevor ich mich wiederhole.
16. December 2007 um 12:33
Hier werden dazu schon ein paar Gedanken ausgetauscht;
http://www.qype.com/forums/1/topics/1812
16. December 2007 um 19:01
Virtuell heißt ja nun mal nicht real - es kann einen realen Hintergrund (Ort) haben - z.B. beim virtuellen Rundgang, muß aber nicht so sein. Ich kann mich auch in einer virtuellen Welt bewegen, die es so überhaupt nicht gibt (PC-Games, 3D-Games, Simulatoren). Wie dem auch sei - ein wenig Kreativität und Phantasie ist natürlich nötig. Bei Menschen, die sehr am Buchstaben kleben (Gesetzte, Verordnungen etc.), sind diese Eigenschaften manchmal etwas verkümmert. Könnte das auch bei Dir der Fall sein - buchstäblich ?? Deine Wiederholung der immer gleichen Fragen und Thesen KÖNNTE darauf hindeuten.
Es gibt Schreiber bei Qype, die sehr kreativ und phantasiebegabt wunderbare Beiträge auch ohne wirklichen Ortsbezug schreiben. Es gibt andere, die ganz realistische Ortsbeschreibungen mit hilfreicher Bewertung hier einstellen. Und es gibt die sowohl als auch Schreiber. Ich lese alle gern - je nach Stimmungslage oder Notwendigkeit. Diese geniale Mischung ist es nun mal, die Qype von all den anderen mehr oder weniger langweiligen Bewertungsportalen abhebt. Wenn ich die 5. Kaffeemaschine kaufen will, gehe ich zu Ciao oder so. Wenn ich aber zusätzlich Kontakt und Gemeinschaft erleben will, gehe ich zu Qype. Was um alles in der Welt ist daran so schlimm. Dieses Portal ist groß genug für alle. Du brauchst solche Beiträge doch einfach nicht zu lesen - virtueller Ort -> klick und weg !!!
Dass zusätzlich an den Suchfunktionen und der Zusammenlegung von Orten im Sinne von besserer Auffindbarkeit gearbeitet wird - eine berechtigte Forderung von Matthias - sollte klar und selbstverständlich sein.
18. December 2007 um 17:20
Hallo,
das ist ja wohl ein schlechter Witz. Erst wird mein Beitrag der sehr
viel positive Resonanz erhalten hatte einfach gelöscht, ohne dass ich
zuvor etwas dazu äußern konnte. Mein Statement hinterher blieb
erfolglos und kam ja eh zu spät.
Dann steht zwei Tage später obiger Beitrag im Blog,
und nun kann trotz des letzten Satzes nichts mehr rückgängig gemacht
werden.
Falls ihr aktive Qyper verärgern wollt, seit ihr auf dem richtigen Weg
- nur weiter so.
18. December 2007 um 21:43
Ich kann nur eindringlich davon abraten, Inhalte einfach so zu löschen, ohne vorher den Autor zu benachrichtigen. Ich bin sicher, dass AquaMellon und andere die Bedenken des Qype-Teams verstanden und angemessen darauf reagiert hätten.
Anderswo habe ich gelesen, das würde so gehandhabt, um Eskalationen zu vermeiden. Genau das Gegenteil ist der Fall. Damit wird unnötiger Ärger provoziert.
Falls das weiterhin trotz massivster Bedenken so gehandhabt werden soll, dann werde ich es in Zukunft unterlassen, auch nur eine Sekunde zu investieren, um fragwürdige Beiträge oder Duplikate zu melden.
Wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch bei mir mal etwas gelöscht werden wird.
18. December 2007 um 22:27
Hi Aquamellon und Matthias,
das ist wohl in der Tat etwas schiefgegangen. Normalerweise löscht Qype nur ziemlich selten und wenn es wirklich gute Gründe gibt. Im Zusammenhang mit den virtuellen Plätzen haben wir dazu gelernt, aber es gab da leider ein recht kurzes Zeitfenster, in dem einige wenige Beiträge noch wenige Tage vorher gelöscht wurden. Das ist ein ziemlich unglücklicher Umstand, für den wir uns entschuldigen möchten. Und im Normalfall werden die Mitglieder auch vorher kontaktiert, wenn es einen bedenklichen Beitrag gibt. Da lief anscheinend wirklich etwas daneben mit den virtuellen Plätzen, was seitdem nun hoffentlich nicht mehr vorkam.
Das Wiederherstellen von Beiträgen scheint in der Tat eine größere Sache zu sein und geht doch nicht so ohne weiteres - aber die fraglichen Texte zu den virtuellen Plätzen können auf jeden Fall neu eingestellt werden, so wie es Aquamellon mit seinem Beitrag getan hat. Wir werden da jetzt wenigstens für die Zukunft eine Lösung suchen um so etwas nicht zu wiederholen.
Morgen schreibe ich dazu vielleicht nochmal etwas als eigenen Beitrag im Blog.
21. December 2007 um 9:26
Ich finde die Idee mit ‘virtuellen Plätzen’ sehr schlecht, wenn ich ehrlich bin. Sowas wie der Großteil der Einträge bei Ense gehört zumindest für mich nicht zu Qype, mich persönlich nerven schon Ein-Satz-Einträge wie “War prima, da geh ich bald wieder mal hin”. Sowas verwässert Qype und vor allem den Nutzen von Qype. Ich denke man sollte ab und an einfach auch mal den Mut haben und bestimmte Dinge stärker definieren als alles abzunicken. Die Gedanken eines Menschen der den Mond aus dem Fenster seines Hauses heraus beobachtet will ich hier eigentlich nicht wirklich lesen … Aber vielleicht sehe ich das auch zu eng.
21. December 2007 um 9:59
Thomas spricht mir aus der Seele.
Qype wird eigentlich dazu benutzt, um Informationen über einen Ort, respektive den richtigen Platz für ein bestimmtes Bedürfnis in einem möglicherweise fremden Ort (Restaurant, Friseur, Weinladen) zu finden - so fand ich einst hierher.
Wer dergleichen sucht und dabei Beiträge über Mondschein, Quersummen oder Butterbrote aussortieren muss, kann nur allzu leicht verärgert/abgeschreckt werden.
Das Internet ist groß und bietet für jedes Thema die richtige Plattform. Es ist schade, wenn das eigentliche Thema einer Plattform vergessen wird. “Plätze” ist das Qype-Thema - es wäre schön, wenn es so bliebe.
Sonst hätte man bei einem der üblichen Blubberforen bleiben können.
21. December 2007 um 11:14
Für Diskussionen über schöne Sonnenuntergänge, Quersummen und Ähnliches sind, wie ich finde, die Gruppen ideal. Da kann man über alles, was einem so einfallen mag und nicht unbedingt zu einem Platz zuzuordnen ist, schreiben, und es wäre ein Gewinn für Qype, wenn ein Großteil der virtuellen Plätze dorthin transferiert würde.
Schade, dass das ursprüngliche Konzept so verwässert worden ist. Es fing nämlich (siehe Nutzungsbedingungen) ziemlich gut an, wie ich meine, bis dann im Augenblick eigentlich fast alles beschrieben werden kann. Um konkret zu werden:
Unter den Nutzungsbedingungen steht unter 6 d: “Es dürfen nur Orte oder Dienstleistungen besucht werden, die man aufsuchen kann”. Das wird im nächsten Punkt leider verallgemeinert auf Events, Websites, Medien, Touren und Städte.
- Über Events zu schreiben, finde ich in Ordnung, diese können ja im allgemeinen immer verortet werden.
- Websites zu beschreiben, finde ich fragwürdig, weil das eigentlich jede URL beschreibbar macht. Außerdem kann man ja für jeden Ort eine URL hinterlegen. Für Websites sollten zumindest die Anbieter der Dienstleistung veortbar sein. Ansonsten sind dazu die Gruppen hervorragend geeignet.
- Medien verstehe ich ganz und gar nicht. Soll ich jeden Clip auf YouTube, jede Fernsehsendung hier beschreiben können? Verständlich, wenn man Nutzerzahlen in die Höhe schnellen lassen möchte, aber absolut kontraproduktiv, was den ursprünglichen Sinn von Qype angeht.
- Touren: im Sinne von Reise- oder Urlaubsberichten finde ich das sogar einen Gewinn für Qype und ergänzt das Konzept der Orte gut.
- Städte: finde ich auch in Ordnung, wobei die Gefahr besteht, hier zu “allgemeine” Berichte zu bekommen - eigentlich sollte jeder Beitrag genauer verortet werden können.
Zum Schluss eine ketzerische Frage: steht Qype wirklich noch für Qualität? Ich bin mir da nicht mehr so sicher. Wer blubbern möchte, lege sich doch einfach ein Weblog an, das geht ruck-zuck und ist auch eine nette Sache.
21. December 2007 um 12:07
Hallo zusammen, nochmal vor Weihnachten…
Ihr habt ja so recht. Ich habe doch angekündigt, dass die virutellen Plätze selbstverständlich zukünftig nicht die Suche oder “city pages” “verstopfen” und diejenigen Nutzer abschrecken, die Informationen suchen. Da würden wir uns ins eigene Fleisch schneiden. Umgekehrt wollen wir nicht zu restriktiv sein. Deshalb haben wir jetzt erstmal die Regel gelockert und BIS ZUM 20. JANUAR werden wir die Suchfunktionen entsprechend ändern.
Bitte habt Geduld.
Stephan
21. December 2007 um 12:56
Das finde ich eine gute Idee. Da es ja wohl auch Leute gibt, welche virtuelle Plätze schätzen, könnte man ja die Suche so erweitern, dass optional über die ganze Datenbank hinweg gesucht werden kann (vielleicht unter “Einstellungen” anpassbar). Das könnte sich dann auch konsequenterweise auf den Microfeed so auswirken, dass man über neue Beiträge zu virtuellen Plätzen nicht mehr benachrichtigt wird, wenn man nur “reale” Plätze mag.
22. December 2007 um 1:36
Ich schreibe in der Regel nur über wirkliche Plätze - fest verortbar, besuchbar und von Nutzen zumindest für User hier in der Provinz. Einige Ausnahmen haben dennoch einen Informationswert für Interessierte. Wenn ich aber die lezten Aussagen hier lese komme ich doch ins Grübeln ob Qype noch meine “Heimat” ist. Wenn alles so umgesetzt wird, wie hier gefordert, ist Qype nicht mehr als eines der beliebigen “Blubberforen” (was soll das eigentlich sein, komische Aussage für die selbsternannten Sprachwächter hier), Qype wird seine ganze liebenswerte Identität verlieren - schade. Austauschbar, beliebig, Werbeplattform ohne Gesicht - ich werde dann jedenfalls nicht mehr hier sein.
Warum wartet Ihr nicht einfach ab. Stephan hat doch den Weg vorgegeben - erscheint mir sehr sinnig und logisch. Natürlich muß getrennt werden zwischen reiner Information (kann natürlich auch klasse geschrieben sein) und dem Rest, der aber nun mal die ganze Sache hier zusammenhält - zumindest im Moment noch.
Und aussortieren - buchstäblich - muß man eigentlich gar nichts. Wenn ich sinnvolle Suchworte eingebe, bekomme ich auch sinnvolle Informationen.
24. December 2007 um 7:53
ICh geb zu, bis heute hab ich noch nie was von “virtuellen Plätzen” gehört…
Und nach dem ich mir das Ganze ien wenig angschaut habe, stellt sich mir die Frage:
WTF??
Sorry, aber meiner bescheidenen Meinung nach gehört in die Gruppen, aber nicht als Qype-Beitrag.. Ist der Sonnenuntergang in Ense anders als im Nachbarort? Ist der gebärfähige Mutterplanet in Ense beheimatet?
Für so etwas gibts Blogs, Online-Tagebücher und sonstiges.
Also da kann ich den Postings von Thomas (21. Dezember 2007 um 9:26),
buchstäblich (21. Dezember 2007 um 9:59), Dr. Matthias O. Will (21. Dezember 2007 um 11:14) nur uneingeschränkt recht geben.
Dann harren wir mal der Dinge, die da noch kommen mögen…
In diesem Sinne:
Frohe Weihnachten und schöne Feiertage! :)
25. January 2008 um 18:30
[...] haben die virtuellen Plätze ja die Funktion, dem Umstand Rechnung zu tragen, dass manche Qyper auch über Orte schreiben möchten, die nicht fix sind, oder an denen man [...]