The battle for Qype’s soul?
13.03.2008 von Stephan UhrenbacherBei Qype bilden sich so langsam verschiedene Nutzergruppen raus: Menschen, die gerne jede leicht anrüchige Ecke (tabledance) gelöscht haben wollen. Genauso gibt es Leute, die gerne einfach möglichst viel verschiedene Informationen haben mögen (”das bunte Leben”). Sven gehört eher zur letzteren Fraktion, ich werde gerade zunehmend entspannter.
Am Wochenende habe ich dazu diesen wunderbaren Beirag im
gesehen: The battle for Wikipedia’s soul.
Laut Economist scheinen dort zwei Gruppen gegeneinander zu arbeiten: “inclusionists” und “deletionists”. Anscheinend ist es mittlerweile so schwer geworden, einen Beirag in Wikipedia drin zu halten, dass zunehmend Mitglieder die Lust verlieren.
Nach einer Schätzung (Quelle unklar) soll sich mittlerweile ein Viertel des Contents von Wikipedia mit dem Regelwerk zu Wikipedia und dem Erstellen von Beiträgen beschäftigen.
So weit wollen wir es dann doch nicht kommen lassen. Und im Zweifel sind wir eher “inclusionists”.
:-)
Tags: economist, Qype, user generated content, wikipedia

14. March 2008 um 9:19
Dabei habe ich den Eindruck, dass die englischsprachige Wikipedia im Vergleich zur deutschsprachigen noch wesentlich entspannter ist. Das Relevanzkriterium wird hierzulande anscheinend recht eng gesehen. Oder kommt nur mir das so vor?
18. March 2008 um 12:49
Dieser Konflikt zwischen “inclusionists” und “exclusionists” scheint mir symptomatisch für Seiten zu sein, welche von user generated content leben. Im Falle der Wikipedia ist die Verlässlichkeit der Artikel vermutlich noch wichtiger als bei Meinungsportalen wie Qype, bei denen auch divergierende Meinungen über annotierte Ressourcen (”Plätze”) hilfreich sein können - die Subjektivität ist sozusagen das Salz in der Suppe.
Mich persönlich stört es gar nicht, wenn hier Etablissements beschrieben werden, die ich selbst nicht zu frequentieren pflege, denn dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, hier Orte beschrieben zu finden, welche es in keinen Reiseführer schaffen würden. Viel wichtiger für mich ist aber eine gewisse Qualität der Beiträge (ohne hier und jetzt beurteilen zu können oder zu wollen, was darunter verstanden werden sollte).
Es scheint mir Aufgabe der Macher von Qype zu sein, für diese Qualität zu sorgen - und zwar so, wie sie diese definieren, und nicht, wie vielleicht ein Hinz oder Kunz es gerne hätte. Ich bin zudem auch überzeugt, dass sich objektive Kriterien für Qualität aufstellen lassen, die dann auch meßbar sind, so dass zumindest jeder Artikel daran gemessen werden könnte (wegen der Menge natürlich nicht praktikabel). Die subjektive Einschätzung der Nutzer (hilfreich / gut geschrieben) stellt dazu m. E. eine mögliche Ergänzung dar, wobei die Motivation, diese Rückmeldungen zu geben, natürlich nichts mit Qualität zu tun haben müssen.
19. March 2008 um 8:12
Das Wikipedia-Problem ist sogar in Hinsicht auf Qype offensichtlich - der englische Qype Eintrag hat Bestand, während der deutsche Eintrag “mangels enzyklopädischer Relevanz” gelöscht wurde…