
Immer wieder eine Herausforderung: Gute Qyper finden, die nicht sowieso schon jeder kennt, aber die unserer Meinung nach eben jeder kennen sollte. Sie anschreiben, für das große Qyper der Woche Projekt begeistern und ihnen dann mitteilen, dass mit dem Erhalt der Medaille auch Pflichten auf sie zukommen. Ist natürlich schwierig: “Ich geb Dir was, aber nur wenn Du…!” Überhaupt, kurz vor Weihnachten mit dem QdW zu starten entpuppte sich schon in der letzten Woche, als partout alle im Weihnachtsstress waren, als heikel. Wobei ich ja nicht glauben kann, dass wirklich schon alle Geschenke besorgt sind… man sieht sich hektisch am 23. Dezember durch die Stadt eilen, liebe Leute!
Jedenfalls stellen wir Euch diese Woche den Thommy vor! Das ist nämlich einer, der mit seinen Beiträgen schon des öfteren aufgefallen ist und zu dem Moe gleich sagte “Ja, klar, der is’ witzig!” Er wurde dann eine Weile observiert, inklusive stundenlanger Besuche seiner “Alternativbaustellen”, und weil das alles ganz toll war und ich mich inzwischen mehr mit ihm beschäftige als mit allen anderen, ist jetzt mal Schluss!
Fazit: Der Thommy ist ‘ne coole Sau! Und das hat er Euch zu sagen:
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1. Wie bist Du zu Qype gekommen?
Qype interessierte mich via Suchmaschinenergebnis ursprünglich und auch heute noch, weil ich für´s Weggehen gastritische Kritik (gastrokritische Beurteilungen) benötige. Nachdem es sich hierbei um Publikumsbetrieb handelt, also um eine von Usern gesteuerte Community, lag es nahe, selbst auch gelegentlich einen Senf hinzuzufügen. Die Beiträge habe ich mit der Zeit immer ernster genommen und mir vor allem Gedanken darüber gemacht, welche Kritiken mich selbst nerven und mit welchem Stil von Kritik ich Angemessenheit, Zielführung und Klarheit verbinde? Das war für mich wichtig, weil ich schlecht geschriebener Kritik natürlich selbst nicht vertraue. Umgekehrt möchte ich selbst mich auch nicht vor einem Publikum auskotzen, sondern durch sachgerechte Kritik einfühlsam “meine Sicht der Dinge” in einem lesbaren Stil vorbringen. So, wie ich mir selbst wünsche, dass andere User schreiben sollten, zumindest so ähnlich.
2. Was bedeutet Dein Benutzername?
Mein Benutzername ist mein bürgerlicher Name. Ich habe erst unter einem Pseudonym geschrieben. Ich finde es aber glaubwürdiger, wenn ich unter meinem Klarnamen schreibe. Denn mit meinem Namen soll sich für die Außenwelt ja etwas verbinden. Daneben betreibe ich ja auch ein paar Websites, so dass es sinnvoll ist, wenn mein Klarname sich auch dort wiederfindet.
3. Was gefällt Dir an Qype besonders gut?
An Qype gefällt mir besonders gut und deshalb benutze ich es auch, dass ich (inzwischen) appgesteuert unterwegs jederzeit nachsehen und “administrieren” kann. Ursprünglich gefiel mir die Idee, im vorhinein zu schauen, was es da, wo ich sein will, gerade so gibt, was sich dort anbietet und wo ich daher mir bislang unbekannte Orte/Plätzchen entdecken könnte? Inzwischen benutze ich zusätzlich den RADAR. Und dann gibt es immer wieder Plätzchen, über die ich sogar lange Zeit nichts schreibe. Mir gefällt an Qype als eigentlich unerwarteter Nebeneffekt auch, dass es meine Sinne fürs Alltägliche etwas schärft. Wenn Kritik richtig und angemessen sein soll, muss ich aufpassen, nichts falsches zu schreiben. Ich will nicht “der Lüge überführt” werden. Ich schaue also sehr, sehr genau hin, bevor ich etwas schreibe. Dass es subjektiv ist, macht nichts, das ist mein gutes Recht. Aber es muss passen. Einige Male haben mich anonyme User von Qype wegen Kritiken angeschossen, angeranzt. Das hat mich teils dazu veranlasst, im Netz zu erklären, wie man eine gutgeschriebene Kritik abfasst und das die Kritik allein nicht massgeblich ist, sondern erst die Summe der Kritiken insgesamt das Bild richtig abrundet. Die Qype´sche Relativitätstheorie.
4. Was nervt Dich am meisten?
An Qype nervt mich derzeit wenig. Ich habe übrigens genügend andere Spielwiesen, webtechnisch, auf denen ich mich austoben kann. Qype ergänzt mein eigenes Webangebot um weitere Komponenten, da es dafür da ist: also Kritik an Gastro, Handel und Gewerbe auf den Punkt zu bringen und so, dass es einen Mehrwert darstellt. Mich hat einmal genervt, dass die qype-Contentkontrolle mir was schrieb, ein Beitrag über einen Schlüsseldienst, den ich verfasste, sei dahingehend zu bemängeln, er beschreibe nicht meine eigenen Erfahrungen, sondern die einer Mandantin. Die Sache wurde gelöscht. Das war natürlich falsch, weil ich als Haus- und Grundstücksverwalter namens einer Mandantin natürlich Beschreibungen von Schlüsseldiensten abgeben kann, die sich kundenunfreundlich benehmen. Letztlich aber war es “wurscht”, denn die Kritik steht auch auf meinem Blog gesichtspunkte.de und von daher “egal”. Inzwischen muss ich feinsinniger unterscheiden. Qype-Content, den ich veröffentliche, findest du nicht mehr als “Dublette” textlich anderswo. Wenn überhaupt, findest du Ergänzungen und du findest den Querverweis von dem einen auf den anderen Content und umgekehrt.
Ein bisschen an Qype nerven mich noch “schnoddrige User”, also Leute, die Kritik da hin rotzen, ohne sich wirklich Mühe zu machen. Kritik muss liebevoll verfasst werden, in einer Art “Weltverbesserungsinteresse” oder um etwas Gutes als solches zu benennen. Leute, die dies nicht checken, verschmutzen “Tisch und Wände”, in diesem Fall Pinnwände von Plätzen.
5. Was ist Dein Lieblingsplatz?
Ich habe nicht einen, ich habe mehrere Lieblingsplätze, an denen ich mich gern tatsächlich aufhalte, genauere Informationen darüber sind vielleicht besser eher nicht zu benennen. Ich bin in einem meiner sieben Leben (als Katze und als fabulöses Wesen) auch in meinem Herzen Musiker und ein Freund von Orten, an denen Livemusik zelebriert wird. Herausragend ist da sicherlich das Berliner Quasimodo unter der inzwischen gewechselten Leitung von Klaus Spiesberger. Solche Läden haben es in Berlin nicht leicht und deren Inhaber müssen harte Hunde sein, mit allen Wassern gewaschen oder “Gemeinnützige”, denen es ohne zu viel Einkommen darum geht, eine gute Sache zu fördern. Klaus Spiesberger gehört für mich eher zu den Ersteren und ich finde sein “Regiment” insgesamt gesehen sehr gut und “der Sache dienlich”. Das Quasimodo wird weiterhin bestehen und gute Besucherzahlen vorweisen. Zusammengefasst ist das Quasimodo daher mein Lieblingsplatz und ich kann jedem nur empfehlen, sich in Berlin das Liveprogramm dieser “Muckibude gutgespielter Livemusik” regelmässig anzusehen. Seit kurzem gibt es sogar ein iPhone-App, mit dem du dir das Programm ständig ansehen kannst.
Restauranttechnisch liebe ich die Asiaten mit thailändischen Essensschwerpunkt. Sehr gern mag ich das Restaurant “Thai Elephant” in der Fasanenstr., sozusagen als Aperatif zum Livemusikabend im Quasimodo, aber auch die Restaurants, die zu “Mao Thai” (am Fasanenplatz, Wilmersdorf, an der Wörther Str., Prenzlauber Berg, bzw. Tuans Hütte in der Dircksenstr. seit kurzem) irgendwie gehören. Im Italienischen das Corso Italia in der Clayallee/Ecke Scharfestr. mit der nettesten Marina der Welt und im Spitzensegment Peter Frühsammer´s Restaurant am Flinsberger Platz in Wilmersdorf. Entschuldigung, das war jetzt ein Blumenstrauß buntverschiedener Lieblingsplätze.
6. Welche Frage wolltest Du schon immer mal gestellt bekommen?
Oh, ich könnte Hunderte nennen, wenn ich nur welche wüsste. Da ich mich gern in verschiedenen Zusammenhängen im Netz betätige, möchte ich vielleicht auf Websites hinweisen dürfen, deren Gelingen mir besonders am Herzen liegt. Die Website www.gesichtspunkte.de hat einen Berichtsschwerpunkt im “bewohnten Mehrfamilienhaus in Berlin und Umgebung” und “verwalterischen Aspekten” solcher Häuser. Die Website www.mugshooting.de hat zwei Ausrichtungen als Fotoblog und als weltweite Ausgabe davon. Soweit diese Website Berlin betrifft, ist die Anordnung stets gleich: Bezirksname und Straße genannt, dazu ein, zwei Fotos und eine Geschichte aus dieser Straße und warum das Foto da steht. Dass das mal anschwillt, zu einer Art “numerus berlinicus”, also einer Art “street view” (dass es damals noch nicht gab und seltsam inhaltsleer im Vergleich ist, nämlich nur bildorientiert) mit Sinn und Verstand, halte ich für ein gutes Ziel. Es wird eine Art subjektiver Stadt-Almanach, aber ich bin mir sicher, das dauert noch.
Schliesslich berichtet eine Website namens www.blackbirds.tv inzwischen regelmässig über die Berliner Musikszene – auch das subjektiv und ohne kommerziellen Druck.
Da mir diese Projekte alle am Herzen liegen, liebe ich es, nach ihnen gefragt zu werden und sie daher bei dieser Gelegenheit als lohnende Besuchsziele anzupreisen. Ob Männlein und Weiblein frohlocken, wenn sie sie besucht haben, ist damit ja noch nicht gesagt.