
“Heut’ mal ohne Einleitung, ich finde das Katzenbild so schön.” Ja, ok, geht nicht. Muss mir also doch ein paar Zeilen ausdenken, schließlich mag ich des Schweinefeinds Namen (wobei er ja im Gegensatz zu mir Schinkenfreund ist) und seine Beiträge total. Gäb es bei mir Reisepläne, dann wäre er einer von denen, die ich dazu befragen würde. Unparteiisch wie ich bin, sag ich: Ihm kauf ich alles ab! Und so geht’s glaub ich auch einigen anderen Usern hier. Der Vielreisende ist Qyper der Woche – was ihm dazu einfällt, lest Ihr hier:
1. Wie bist Du zu Qype gekommen?
“Da gibt es so eine Seite, wo man für das Bewerten von Plätzen einen iPod bekommt”.
Ein materialistischer Start, aber das Interesse war geweckt. Ende 2008 gab es noch viele weiße Flecken auf der Qype-Landkarte, also viel Platz sich auszutoben. Tipps für Reisen, Einkäufe und Restaurants habe ich auch offline immer gern bekommen und gegeben. Da ich sowohl privat als auch beruflich viel reise, bin ich über Tipps auch abseits von Reiseführern oder anonymen Hotelbewertungen dankbar. Wenn man nach einer Zeit Qyper mit einem ähnlichen Geschmack kennengelernt hat, kann man auch in fremden Städten die Zeit gut nutzen und ganz neue Ecken kennenlernen. Auch nach der Tassen/Shirts/iPod-Zeit bin ich dabei geblieben und schreibe und lese gern neues aus aller Welt. Besonders interessant finde ich handwerkliche, ökologische und nachhaltige Lebensmittelproduktion und -verkauf.
Ob es da nun ein kleiner Hinweis auf einen Bauernladen in den französischen Cevennen oder der tolle Guide zum Fischkaufen in Bremerhaven von Pallieter ist.
2. Was bedeutet Dein Benutzername?
Der Name ist aus einer Schnitzellaune heraus entstanden. Laut pfeifende Meerschweinchen im Hintergrund, Schinkenbrot (von Büning in Laer) auf dem Tisch.
Da kommt man ins grübeln. Schweinefreund? Schweinefeind?…
Das klingt lustig, soll aber keineswegs Abneigung gegenüber den Tieren ausdrücken.
Ich habe mich Schweinefeind genannt, um mich zu erinnern, nicht zum Schweinefeind zu werden.
Wichtig ist es den Schweinen mit Respekt zu begegnen, auch wenn man ihnen an den Schinken will!
3. Was gefällt Dir an Qype besonders gut?
Qype erweitert den Horizont. Hier entstehen viele tolle Berichte von Menschen denen das Erlebte nicht egal war. Sie wollen eine schöne Erfahrung teilen und weitergeben. Oder auch mal vor einer Enttäuschung warnen. Das empfinde ich als sehr hilfreich.
Wo gibt es frisch gekochtes mit Biogemüse der Saison und wo herrscht eher Gammelfleischverdacht?
Das muss man nicht immer selbst rausfinden!
Qype ist aber auch ein bisschen wie Reisen mit dem Finger auf der Landkarte.
Die schönen Wanderberichte von Karde oder Berichte mit dem besonderen Blick auf besondere Orte von Höhlenmusiker lese ich sehr gern.
Mittlerweile können ja auch englische und französische Beiträge in der deutschen Benutzeroberfläche angezeigt werden. Klasse! Danke! Das macht die Suche nach interessanten Ausflügen im Urlaub noch einfacher und bietet auch grenzübergreifend tolle Kontaktmöglichkeiten.
Die Bewertungen erfolgen nicht zu anonym und neben den Sternchen kommen ja meistens sehr hilfreiche Tipps zu bestimmten Produkten oder Orten in unterhaltsamer Textform und weil das Ganze nicht zu eng gefasst ist, bleibt genug Freiheit auch für kleine literarische Schmuckstücke.
4. Was nervt Dich am meisten?
Die Suchfunktion, die mir zu häufig nicht die Ergebnisse liefert, die ich mir wünsche.
Sie sind da, ich weiß es…
Häufig finde ich Plätze trotz richtiger Schreibweise nicht. Da habe ich das Gefühl, dass das seit der Abschaffung der Stichworte zu Beiträgen noch schlechter geworden ist. Ich denke das trägt auch zu den vielen doppelten Einträgen bei, wenn jemand gern einen Beitrag schreiben möchte, diesen Platz aber nicht findet. Auch eine praktischere Umkreisssuche wäre schön, wenn man am Rechner einen Ausflug plant. Die Smartphone-Apps können das ja schon…
Außerdem ist es für Laien ziemlich schwer, optisch hübsche Beiträge, vielleicht sogar mit Querverweisen und Bildern zu erstellen, da helfe ich mir gern mit dem Firefox-Plugin von landstreichler, QypeNice. Damit hat man auch eine gute “Kladde”-Funktion, mit der man die Beiträge vor dem Veröffentlichen schonmal anschauen kann. Gerade wenn man gerade an mehreren Beiträgen schreibt ist es schön, sie zwischendurch mal speichern zu können und später weiterzumachen.
Außerdem stören mich die manchmal sehr lieblosen und wenig hilfreichen Beiträge, wie sie zunehmend (aber nicht nur) von Smartphone-Benutzern online gestellt werden. Neben Sockenpuppen ein Ärgernis das meiner Meinung nach durch die Wiedereinführung eines “Nicht lesenswert”-Buttons entschärft werden könnte, also konstruktive Kritik genauso leicht gemacht wie das Lob.
5. Was ist dein Lieblingsplatz?
Das ist natürlich nicht ganz leicht. Eine kleine Auswahl habe ich im Guide Ökologisch in Münster zusammengefasst.
Aber zwei Orte, die ich ohne Qype nicht kennengelernt hätte und über die ich mich sehr gefreut habe, möchte ich auch noch nennen:
das Erlebnis-Museum Retro Games e.V. in Karlsruhe und die Weinstübe Maulaffenbäck in Würzburg.
6. Welche Frage wolltest Du schon immer mal gestellt bekommen?
Wo kommt mein Essen her? Was ist da eigentlich drin? Was macht das mit der Welt? Was macht das mit mir? Wie, wo und von wem wird das hergestellt? Wie wird das verarbeitet? Geht das auch anders? Geht das besser? Kann ich was gegen Massentierhaltung für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion tun? Hättest Du nicht gleich sagen können, dass ich dafür nicht auf Genuss verzichten muss?
bianca on Januar 5th 2011 in Qyper der Woche