
Nein, so ganz war das Wetter dann leider nicht, als wir mit 17 Qypern beim „SUP Center Hamburg“: zum StandUp Paddling eintrafen. Lediglich die von uns zu testende neue Trendsportart hatte was mit den hawaiianischen Gefühlen zu tun. Denn als es soweit war, konnten wir leider nicht wirklich von strahlendem Sonnenschein sprechen. Zum Glück war es aber trocken und so paddelten wir uns letztendlich schnell wieder warm.
Bevor es aber losgehen konnte, wurden wir sehr nett von unseren Instruktoren begrüßt. Sushi gab uns eine kleine Einführung über die Historie des SUPs und die Gründung des SUP Centers Hamburg.
Einst war das StandUp Paddling den polynesischen Königen zur Fortbewegung vorbehalten. Heute erfreut sich die Trendsportart, als Workout, einer besonderen Beliebtheit. Wer hätte damals gedacht, dass sich das StandUp Paddling zu so einem Hype unter den Bürgerlichen entwickeln würde?

Nachdem sich alle, die das kühlere Wetter nicht scheuten, umgezogen hatten, ging es an die Praxis.
Dabei stellten wir uns wie die Orgelpfeifen, mit einem Paddel bewaffnet, der Reihe nach auf und begannen mit Trockenübungen an Land. Hier lernten wir, wie wir uns auf dem Wasser verhalten sollten und wie das Board zu steuern ist. Nach gefühlten 5 Minuten, bekamen wir unsere Boards zugeteilt und wurden, mit ein paar letzten Tipps und Tricks, endlich aufs Wasser losgelassen.
Statistisch gesehen, fallen von 10 Teilnehmern maximal 2 StandUp Paddler ins Wasser. Das sind recht gute Chancen bei diesem Wetter einer stärkeren Abkühlung zu entgehen. Also, gleich mal in die Runde geschaut und nachgezählt… Was scheinbar alle Teilnehmer, ihren Blicken nach zu ordnen, getan haben…Nicht verwunderlich, denn das Wetter ließ uns schon sehr skeptisch werden. Es war einfach nur ein grau in grau und der Wind pfiff kalt um die Ohren. Immerhin war es trocken. Aber ins Wasser fallen wollte wirklich niemand! Schließlich wirkte die ganze Angelegenheit beim Betreten des Boards recht kippelig. Dank der Hilfe unserer Instruktoren haben wir es zum Glück aber alle, ohne „Taufe“, aufs Brett geschafft. Dann waren wir aber auch schon auf uns allein gestellt. Für den Notfall befanden sich aber noch Trainer auf dem Wasser, die eilig herangepaddelt kamen, sobald Bedarf bestand.
Zu Beginn, als der Wind noch sein Spielchen mit uns trieb, war es schon ein wenig wackelig auf dem Brett. Mit noch leicht zittrigen Beinen, wie sie sicherlich die meisten unter uns hatten, galt es möglichst schnell aus dem böigen Gewässer in Richtung ruhiger Seemitte zupaddeln. Schnell stellte sich eine sichtliche *Entspannung* ein, und die Qyper wirkten auf einmal total relaxt und schienen die Tour in vollen Zügen zu genießen. Die Angst ins Wasser zu fallen wich zusehends schnell und so tauchten wir in fast schon meditativer Stimmung unsere Paddel ins Wasser. Ratz fatz waren schon die ersten um den halben See, als die letzten aufs Board stiegen. Wir drehten ein bis zwei Runden auf dem See, um uns richtig einzugrooven. Nachdem die Teilnehmer mindestens eine Runde hinter sich hatten, ging es für alle, die Lust hatten, zum krönenden Abschluss den Kanal entlang. – Ein besonderes Erlebnis!
Wir merkten, dass an der Aussage, „Das StandUp Paddling ist ein meditatives Ganzkörpertraining“, was wahres dran ist. Denn der Sport beansprucht, wenn auch auf sehr entspannter Art und Weise, sämtliche Muskeln. Gerade, wenn man sein Tempo ein wenig beschleunigen möchte, benötigt man mehr Kraftaufwand und merkt spätestens dann, dass es sich hier um einen ernstzunehmenden Sport handelt. Der eine oder andere Teilnehmer wird am nächsten Tag sicherlich seinen Muskelkater begrüßt haben.
Den meisten Qypern schien es sehr gefallen zu haben und so mancher schwärmte, er hätte hier seinen neuen Sport entdeckt. Naja, zumindest im Sommer, was das heimische Gewässer anbetrifft. So gibt es nun schon vermutlich ein paar Wiederholungstäter, die im Stadtparksee ihre Runden drehen oder eine Tour durch die Alsterkanäle machen.
Danke an das Team vom SUP Center Hamburg! Ihr habt uns den Sport super nahe gebracht und wir fühlten uns alle sehr gut bei Euch aufgehoben. Denn ihr habt Euch wunderbar um uns gekümmert!
SasaKia
Galerie: Alle Fotos vom Stand-Up Paddling
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Moe on August 12th 2011 in Events